Dienstag, 18. Februar 2014

Nicht umsonst aber drinnen

Zu Beginn war ich recht optimistisch, dass ich in der Verschenkrubrik auch Farben zum Streichen oder Lackieren finde.

Gibt's auch ab und zu. Jedoch sind das meist Reste und man muss sie sonst wo abholen, da kommt man mit einem guten Baumarktangebot doch letztlich zeitsparender und auch nicht viel teurer davon.

Dafür findet man bei den Kleinanzeigen manchmal unerwartet Dinge, nach denen man nicht ansatzweise gesucht hat und so hatte mein tapferer Mitstreiter am Wochenende das Vergnügen, einem 80 Jährigen (!) großzügig vergütete Nachhilfe in einem aktuellem Videoschnittprogramm zu geben (für dessen Urlaubsfilme), während der kleine Mensch und ich die anliegende Umgebung entdeckten und im Februar bei frühlingshaften Temperaturen ein erstes Picknick am Gloß Glienicker See zelebrierten.

Mit aufgebesserter Spesenkasse ging es also endlich weiter mit dem großen Flur: neue hochwertige Farbe (beim letzten Umzug von Freunden haben wir wieder festgestellt, dass man mit billiger Farbe leider keine Freude hat), neues Malerwerkzeug, so ist man gleich viel motivierter.

Unser Flur hat keine Fenster und ist laaang und dünn, also sollte er schnöde weiß bleiben werden.
Wahrscheinlich fällt es einem nur selbst auf aber es ist wirklich schön, wenn die ganzen Schmuddelzonen um Lichtschalter und Ecken wieder frisch weiß erstrahlen, vor allem, nachdem der kleine Mitbewohner letzte Woche auch noch mit rotem Filzstift an den Wänden die Größe der Puppenkinder markiert hatte (wir hatten eine Stelle im Flur, wo wir bisher ganz zart mit Bleistift das Wachstum unseres Sprößlings dokumentierten...).

Man hat gleich das absolute Frühjahrsputzfeeling!

Ok, die vergilbten und angeschrammten Türen mit mindestens 100 Vormieterlackschichten sind noch ein Dorn im Auge aber ans Lackentfernen trauen wir uns nicht so richtig ran, nachdem Klopftests ergaben, dass mindestens zwei Türen ehemals Glasfenster im oberen Bereich hatten, die hochprofessionell mit "Plastik/ Pappe/ Sperrholz - Wer weiß das schon?" ersetzt und über lackiert wurden.

Die Gestaltungsidee stand schnell fest. Wir sammeln schon seit Jahren kleine Metallrahmen vom Flohmarkt, mittlerweile haben wir bereits 79 Stück und damit auch alle an die Wand passen, musste eine neue, engere Anordnung her.
Weil die Bilder etwas schöner "strahlen" und gewollter in Szene gesetzt werden sollten, haben wir den Aufhängbereich grau unterlegt.



Wie man sieht, ist noch großzügig Platz für einige neue Flohmarktfunde!


Den Spiegel habe ich rabiat von seiner opulenten Barockkrone (so eine verschnörkelte Gipsverzierung oben dran) befreit und wir haben ihn etwas höher gehängt, vorher klebte er arg über unserem güldenen Werkzeugschrank.
Mir gefällt, dass die ganzen verspielten Goldrahmen (teilweise richtig alte Schätze) in dem grauen Feld trotzdem nicht zu kitschig wirken.




Natürlich mussten auch die aktuellen Lieblingsschuhe ganz dezent mit ins Bild eingebaut werden ;)


Ich freue mich, dass ihr wieder rein geschaut habt! Bis bald.