Mittwoch, 27. November 2013

Damit hier mal wieder was Neues zu sehen ist...

Bitte keine Nachfragen zur Renovierung des kleinen Flurs...
Irgendwie ist andauernd was Dringenderes zu tun, wir hatten Besuch und waren verreist.

Immerhin haben wir es nach Wochen geschafft, Tapete und Tapezierwerkzeuge zu organisieren. Es kann sich also nur noch um weitere Wochen handeln.

Zumindest drei kleinere Projekte kann ich euch zeigen.
Zum Geburtstag bekam unser plötzlich schon drei Jahre altes (wie konnte das passieren?) Kind dieses Jahr Kaufmannsladenkram.
Eine tolle Sache, weil alle Gerne-was-schenken-wollenden etwas beisteuern konnten.

Da die käuflichen Kaufmannsläden alle viel zu groß für unsere Wohnung sind, haben wir ein ganz kleines Kaufmannsladenregal gebaut, was perfekt in eine freie Nische des Kinderzimmers passt und auch andere Funktionen übernehmen kann, wenn das Verkaufen mal uninteressant wird.

Man muss sich zum Verkaufen dahinter knien, ansonsten steht es an der Wand.
Das war ein schönes unkompliziertes Projekt für Holzreste und Holzdübel, die wir noch da hatten.



Zum nächsten Projekt hat mich meine Mama angeregt, die hatte das nämlich in einer TV-Sendung gesehen: "Vintage Zapfen".
Total easy: noch geschlossenes Zapfen sammeln, möglichst schluderig mit Dispersionsfarbe (in meinem Fall ein alter Rest verdünnte weiße Wandfarbe) bepinseln und an einem warmen Ort liegen lassen, bis sich die Zapfen öffnen.


Größere brauchen bis zu zwei Wochen, diese Minizapfen hier waren bereits nach einem Tag "fertig" aufgeblüht.
Fehlt nur noch eine Mama, die euch ihre geheimen Zapfensammelstellen zeigt, wie meine :).


Ich wollte mir vorrangig Ohrringe daraus basteln aber da reichen ja 2 Stück, die restlichen habe ich meinem tapferen Mitstreiter vermacht, der jedes Jahr einen Adventskranz bastelt. Mir persönlich sind Adventskränze so grundsätzlich gesehen zu kitschig und traditionell aber ich akzeptiere sie :).

Schlicht und natürlich gehalten und ohne Tonnen an Glitzer und Schnullideko, gefallen sie mir dann auch sehr gut.
Die güldenen Kerzenhalter sind mir zwar fast wieder zu viel, aber die nutzen wir jedes Jahr und wenn kommendes Wochenende noch weiße Kerzen hineingesteckt werden, sieht man das Gold ja auch nicht mehr sofort.


Das Grün besteht dieses Jahr erstmals aus selbst gesammelter Eibe, einer Pflanze, deren Namen ich nicht kenne - ich nenne sie aufgrund der Optik "stacheliger Loorbeer" und einigen Fichten-Ästchen.



Mein ursprünglich favorisierter Adventskranz war eine Idee aus dem Pinterestwunderland.

Ein charismatischer Ast mit Löchern in Teelichtdurchmessergröße.
Mein tapferer Mitstreiter war auch gleich für einen Raubzug im Wald zu begeistern. Leider entpuppte sich unser erster Fund zu Hause als Kellerasselhochburg und wanderte unverzüglich wieder an die frische Luft.
Außerdem war das erste Aststück viel zu groß, weswegen wir beim nächsten Streifzug unsere Akku-Kreissäge mitnahmen, um Fundholz vor Ort gleich etwas zu verkleinern.

Man glaubt gar nicht, wie kriminell man sich fühlt, wenn man im Wald eine Handkreissäge anwirft. Die klingt auch gleich 10x so laut, wie sonst. Dabei war der ganze Wald frisch beschnitten, es lag tonnenweise Geäst rum und es hätte sicher keiner was dagegen gehabt, dass wir uns einen Ast davon als Kerzenständer aussuchen und vor Ort gleich noch etwas kürzen.

Wir brachten also (vollgepumpt mit Adrenalin) einen neuen Ast nach Hause und bearbeiteten ihn mit einem Fräsaufsatz für die Bohrmaschine.


Der Ast ging mehrere Tage zu aller Freude voll in seiner neuen Bestimmung auf, bis ich plötzlich beim Putzen entdeckte, dass kleine Mehlhäufchen unter dem Ast lagen und an die 50 Minilöchlein das Aststück verzierten!

Offensichtlich hatte die Kerzenwärme verstecktes Innenleben zur Flucht aktiviert: Holzwürmer!!!

Ich wollte meinen liebgewonnenen Teelichthalter jedoch nur ungern wieder aufgeben.
Meine Internetrecherche zur Holzwurmbekämpfung ergab dann: Ast = zu groß für Mikrowelle. Ast = zu groß für Eisfach. Also legte ich das Teil seeeeehr laaaaaange in den Backofen bei knapp über 100°.

Bisher sind uns toitoitoi keine neuen Löcher oder Mehlspuren aufgefallen und ich hoffe, der Wurm hat kapituliert.


Adios!





Kommentare:

  1. Der Kaufladen ist spitze! Meine Jungs haben sich dieses Jahr auch einen gewünscht und er soll von der einen Großelternseite zu Weihnachten kommen. Leider tendiert diese Seite der Familie zu Übertreibungen und ich fürchte sehr, dass das Teil in keins der Kinderzimmer passen wird.

    So einen Ast wünsche ich mir auch schon länger. Ich habe eigentlich auch genug Holz für den Ofen hier liegen, ich müsste mich nur mal ran geben.

    Liebe Grüße
    Alexa

    AntwortenLöschen
  2. oooooh, dieser ast ist ja toll. *herzchenaugen* zu blöd, dass wir hier zu viele idioten zu hause haben, die kerzen-auf-tisch unmöglich machen. :(

    AntwortenLöschen
  3. Oh schön!
    Der Kaufmannsladen ist wirklich toll geworden vorallem die Idee mit dem Stoff als "Regalbrett" find ich toll. Und ausserdem die Esmi-Alditasche <3 und die Herd-Hocker-Husse! Oder ist das etwas anderes?

    Ich mag solche Holz-Accessoires auch und hatte bei einem, von einem Künstler gekauften Teelichthalter aus einer groben Wurzel, ähnliche Erfahrungen wir du. :)

    AntwortenLöschen
  4. Oh schick! Ich habe nur ein paar schnöde Kerzen von Ikea. Die richtige Weihnachtsdeko kommt erst noch ...

    AntwortenLöschen
  5. Danke für Eure Kommentare, irgendwie bekomme ich keine Benachrichtigung bei neuen Antworten, sonst hätte ich Euch längst geschrieben! @ Fait ja, das ist ein Herdbezug für einen Hocker, den gab es letztes Jahr zu Ostern. Wie hast Du die Holzwürmer los bekommen? Mein Backofen scheint funktioniert zu haben, zumindest gab es keine offensichtlich neuen Löcher.

    @ mrs. hands was ist denn das Problem mit den Kerzen? Unser Kind darf immer auspusten, und fummelt als Kompromiss auch nicht daran rum.

    @ schief und krumm was gab es denn nun für einen Kaufmannsladen von den Großeltern?

    AntwortenLöschen