Mittwoch, 27. November 2013

Damit hier mal wieder was Neues zu sehen ist...

Bitte keine Nachfragen zur Renovierung des kleinen Flurs...
Irgendwie ist andauernd was Dringenderes zu tun, wir hatten Besuch und waren verreist.

Immerhin haben wir es nach Wochen geschafft, Tapete und Tapezierwerkzeuge zu organisieren. Es kann sich also nur noch um weitere Wochen handeln.

Zumindest drei kleinere Projekte kann ich euch zeigen.
Zum Geburtstag bekam unser plötzlich schon drei Jahre altes (wie konnte das passieren?) Kind dieses Jahr Kaufmannsladenkram.
Eine tolle Sache, weil alle Gerne-was-schenken-wollenden etwas beisteuern konnten.

Da die käuflichen Kaufmannsläden alle viel zu groß für unsere Wohnung sind, haben wir ein ganz kleines Kaufmannsladenregal gebaut, was perfekt in eine freie Nische des Kinderzimmers passt und auch andere Funktionen übernehmen kann, wenn das Verkaufen mal uninteressant wird.

Man muss sich zum Verkaufen dahinter knien, ansonsten steht es an der Wand.
Das war ein schönes unkompliziertes Projekt für Holzreste und Holzdübel, die wir noch da hatten.



Zum nächsten Projekt hat mich meine Mama angeregt, die hatte das nämlich in einer TV-Sendung gesehen: "Vintage Zapfen".
Total easy: noch geschlossenes Zapfen sammeln, möglichst schluderig mit Dispersionsfarbe (in meinem Fall ein alter Rest verdünnte weiße Wandfarbe) bepinseln und an einem warmen Ort liegen lassen, bis sich die Zapfen öffnen.


Größere brauchen bis zu zwei Wochen, diese Minizapfen hier waren bereits nach einem Tag "fertig" aufgeblüht.
Fehlt nur noch eine Mama, die euch ihre geheimen Zapfensammelstellen zeigt, wie meine :).


Ich wollte mir vorrangig Ohrringe daraus basteln aber da reichen ja 2 Stück, die restlichen habe ich meinem tapferen Mitstreiter vermacht, der jedes Jahr einen Adventskranz bastelt. Mir persönlich sind Adventskränze so grundsätzlich gesehen zu kitschig und traditionell aber ich akzeptiere sie :).

Schlicht und natürlich gehalten und ohne Tonnen an Glitzer und Schnullideko, gefallen sie mir dann auch sehr gut.
Die güldenen Kerzenhalter sind mir zwar fast wieder zu viel, aber die nutzen wir jedes Jahr und wenn kommendes Wochenende noch weiße Kerzen hineingesteckt werden, sieht man das Gold ja auch nicht mehr sofort.


Das Grün besteht dieses Jahr erstmals aus selbst gesammelter Eibe, einer Pflanze, deren Namen ich nicht kenne - ich nenne sie aufgrund der Optik "stacheliger Loorbeer" und einigen Fichten-Ästchen.



Mein ursprünglich favorisierter Adventskranz war eine Idee aus dem Pinterestwunderland.

Ein charismatischer Ast mit Löchern in Teelichtdurchmessergröße.
Mein tapferer Mitstreiter war auch gleich für einen Raubzug im Wald zu begeistern. Leider entpuppte sich unser erster Fund zu Hause als Kellerasselhochburg und wanderte unverzüglich wieder an die frische Luft.
Außerdem war das erste Aststück viel zu groß, weswegen wir beim nächsten Streifzug unsere Akku-Kreissäge mitnahmen, um Fundholz vor Ort gleich etwas zu verkleinern.

Man glaubt gar nicht, wie kriminell man sich fühlt, wenn man im Wald eine Handkreissäge anwirft. Die klingt auch gleich 10x so laut, wie sonst. Dabei war der ganze Wald frisch beschnitten, es lag tonnenweise Geäst rum und es hätte sicher keiner was dagegen gehabt, dass wir uns einen Ast davon als Kerzenständer aussuchen und vor Ort gleich noch etwas kürzen.

Wir brachten also (vollgepumpt mit Adrenalin) einen neuen Ast nach Hause und bearbeiteten ihn mit einem Fräsaufsatz für die Bohrmaschine.


Der Ast ging mehrere Tage zu aller Freude voll in seiner neuen Bestimmung auf, bis ich plötzlich beim Putzen entdeckte, dass kleine Mehlhäufchen unter dem Ast lagen und an die 50 Minilöchlein das Aststück verzierten!

Offensichtlich hatte die Kerzenwärme verstecktes Innenleben zur Flucht aktiviert: Holzwürmer!!!

Ich wollte meinen liebgewonnenen Teelichthalter jedoch nur ungern wieder aufgeben.
Meine Internetrecherche zur Holzwurmbekämpfung ergab dann: Ast = zu groß für Mikrowelle. Ast = zu groß für Eisfach. Also legte ich das Teil seeeeehr laaaaaange in den Backofen bei knapp über 100°.

Bisher sind uns toitoitoi keine neuen Löcher oder Mehlspuren aufgefallen und ich hoffe, der Wurm hat kapituliert.


Adios!





Mittwoch, 13. November 2013

Ihr merkt schon: hier geht grad nix.
Irgendwie ist der Wurm drin.

Die Handwerker haben im kleinen Flur "ihr Soll erfüllt" = knausriges Budget von der Hausverwaltung = lieblose Umsetzung = OSB-Platten als "neuer Fußboden" mit unschön festgeleimten Scheuerleisten, dabei hatten wir extra gebeten, keine zu machen, damit man noch irgendwas anderes verlegen kann...
Aber ich will hier nicht über Handwerker jammern.

Dann habe ich viiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeele Kleinanzeigen durchforstet und vieles hätte cool werden können, war aber bereits vergeben oder hat einfach nicht geklappt.

Wir hatten beispielsweise ein Treffen mit einem Handwerker, der uns die Wände gegen eine Homepage verspachteln wollte. Leider hat er dann noch jemanden gefunden, der nur Malerarbeiten wollte fürs gleiche Gegenangebot (oder er hatte keine Lust mehr).

Ich habe ein Ikea-Regal entdeckt, dass auf den ersten Blick "Oh, ein retro String-Regal!" signalisierte (man sollte vielleicht doch nicht zu viele Wohn-/ Designblogs lesen, das verdirbt den persönlichen Geschmack ;) ).

Vor Ort war es leider einfach nur riesig (man hätte das natürlich vorher erfragen können aber nach meiner Erfahrung ist es oft besser, gleich verbindlich zuzuschlagen) und pressspanhässlich und ich wollte wieder abdampfen, weil wir sowieso einen passenden Schraubenzieher zur Demontage vergessen hatten.
Die Besitzerin klapperte jedoch sofort ganz hilfsbereit ihre Nachbarn ab und organisierte einen, so dass ich keinen Rückzieher machen konnte. Nun steht's hier auseinander genommen rum.



Heute wollte ich Boxhandschuhe (als Requisite) und Stapelkästen abholen von einem Anbieter, der sehr viel Kram anbot und der schrieb: "ab 19:30 abholen und bei xxx klingeln, wer zu erst kommt, mahlt zuerst".

19:26 stand ich vor der Tür, keiner öffnete beim Klingeln aber alle Türen waren offen und im Hausflur kam mir ein Trödlerteam entgegen, dass die letzten Kisten raus trug. Übrig waren noch 2 Tischbeine.

Sowas finde ich echt unfair aber das sind eben die Kleinanzeigen...

Ich hoffe, es wird hier bald mal wieder spannender!







Mittwoch, 2. Oktober 2013

Sisal in blau

Während Herr Handwerker in unserem Flur rumklopft und spachelt, hier meine neuste Errungenschaft. Wieder einmal hatte ich Glück, dass die zehn Bewerber vor mir unzuverlässig waren und das Teil nicht abgeholt haben.

Grundsätzlich träume ich eigentlich von einer Wohnung, die mit Seegras ausgelegt ist. Ich hasse es, auf glatten Böden auszurutschen und mag es nicht, wenn schon 2h nach dem Staubsaugen wieder Staubflusen auf dem Boden herum schwirren.

Doch da bisher seltsamerweise (!) noch niemand Seegrasbodenbelag zu verschenken hatte, war und bin ich auf der Suche nach Sisal, der wird aber auch seltenst mal verschenkt.

Berliner Dielen (haben wir) nerven mich, die sind schwer zu pflegen/ reinigen, schnell zerkratzt, ich habe tw. Angst dass sich das Kleinkind Splitter einzieht usw., Laminat ist eben Laminat (gepresstes irgendwas) aber da hätten wir zumindest schon neues und kostenloses in Aussicht.

Mein Mitbewohner findet Laminat z.B. ganz toll und da er immerhin auch hier wohnt und mir fast immer bei meinen Schlepp- und Bauaktionen hilft, wird das wohl die Option für Flur und Küche, wäre sonst unfair.

Über PVC und Teppichauslegwaren braucht man nicht reden, wenn es um Wunschvorstellungen geht.

Dieser perfekt zu unserem blauen Klapptisch (den ich übrigens echt liebgewonnen habe und der seiner Aufgabe super gewachsen ist (wird täglich auf- und zu geklappt)) passende Sisalteppich war daher zwischen all diesen Überlegungen echt eine Überraschung.

Er hat zwei hellere Flecken, wo offensichtlich ein zu aggressiver Reiniger verwendet wurde aber die fallen erstens kaum auf und zweitens haben wir ein Kleinkind und Flecken wären in naher Zukunft sowieso wahrscheinlich.

Bis auf die weite Reise nach Schönefeld und Saugen/ Reinigen war ansonsten kein großer Aufwand bei diesem unerwarteten Projekt nötig.

Demnächst geht's dann weiter mit dem Flur. *wink*


Ps. der Blumentopf steht nur so pseudostylish im Raum, weil im Flur ja gerade renoviert wird und das Stoffregal wird demnächst mal wieder aufgeräumt, versprochen!

Donnerstag, 19. September 2013

Lumpensammlerphilosophie und Stapelkisten

Meine Schwiegermutter hat mich vor einer Weile mal (lieb gemeint) als "Lumpensammlerin" bezeichnet.

Nun, da mag sie ins Schwarze getroffen haben. Wenn mich jemand fragt, ob ich diesoderjenes noch gebrauchen kann, antworte ich grundsätzlich erstmal mit JA!
Sicherlich könnte ich das jetzt mit Antikonsum und Nachhaltigkeit erklären und aufbauschen aber ganz ehrlich: schon als Kind habe ich mit einer Freundin aus Spaß immer in die Mülltonnen geschaut, was da so Interessantes drin ist (auch wenn wir es oft nicht behalten durften...).

Ich denke in einem Endzeitfilm hätte ich die besten Überlebenschancen, weil ich sofort brauchbare Dinge horten würde :)
Ja, grundsätzlich finde ich lieber Dinge, als sie zu suchen.
Ich kaufe wirklich lieber Second Hand, das ist für mich stressfreier.

Manchmal gehe ich spaßeshalber durch alle Läden am Kudamm und denke mir: jetzt kaufst Du Dir mal was nigelnagelneues!
Es endet in Frust: so viele schöne/ interessante Dinge, ich kann mich nicht entscheiden oder gebe viel zu viel Geld (für viel zu wenig Dinge) aus.

Ich gehe gerne Pilze suchen, Flohmarkten, stöber in den Kleinanzeigen.
Ich bin nicht geizig.
Klar, Geld sparen ist natürlich auch erstrebenswert aber das Schatzsuchersyndrom ist bei mir einfach extrem ausgeprägt.

Heute ist mir bewusst geworden, dass mein Kind auch schon diesbezügliche Tendenzen entwickelt, da ich es scheinbar unterbewusst förder.
Sie darf ihre "Schätze" die sie findet natürlich mit heim nehmen = kleines Spielzeug, Haarspangen, Schnecken, Stöcke, Steine usw.
Beim 15ten Eislöffel gebiete ich schon auch mal Einhalt und sage, sie soll es lieber in den Müll werfen aber solange sie Spaß daran hat, man es abwaschen kann und es ihre Spielphantasie beflügelt, soll sie ihre Funde mitnehmen.

Andere Kinder dürfen das scheinbar nicht, denn im Kinderladen hat fast ausschließlich nur sie ihre Garderobenkiste voll mit "Zeug" -> heute beispielsweise eine Autohändlervisitenkarte, einen Schaumgummirest, eine große Schraube und einen kleinen schwarzen Magnet, das hat sie alles beim Kita-Ausflug zum Spielplatz gefunden (ich finde es toll *Lumpensammlermutterstolz*). Schön, auch, dass es die Erzieherinen scheinbar erlauben, dass sie diesen "Müll" mitnimmt.

Gut, kommen wir wieder zu mir.

In unserem Haus ist ein Pizzaimbiss, der fast täglich kleine Stapelkisten in die gelbe Tonne wirft.
Ich habe mir das lange angeschaut, denn in Berlin gibt es viele Menschen, die "hauptberuflich" die Tonnen durchwühlen :/ und denen wollte ich nun wirklich nix wegnehmen.

Für die Stapelkistchen interessiert sich aber offenkundig keiner außer mir, also habe ich ein paar mit genommen (immerhin hat der Italiener nun auch wieder Platz in der überquellenden Tonne).

Die kleinen Kisten sind perfekt für meinen Nähkram (Overlockgarnrollen usw.) uns auch Wurstjes Duplosteine (vorher in einer großen IKEA-Tüte) sind jetzt platzsparend und übersichtlicher sortiert.




Kastanien sammeln ist das größte Schatzsucherglück überhaupt (für Groß und Klein!)


Kissen aus altem "ZuschadezumAbtrocknen" Handtuch:





















Samstag, 14. September 2013

Ich weiß nicht, ob hier noch manchmal  jemand vorbei schaut:

Sommerpause beendet, es geht weiter!

Ja, hier war lange tote Hose aber: wer hat schon Lust bei 30° (wenn man wie wir ganz oben unterm Dachboden wohnt auch Nachts) Möbel zu schleppen, zu restaurieren oder sich auch überhaupt nur in der Wohnung aufzuhalten...

Ich habe durchaus nette Kleinanzeigen - Funde gemacht (z.B. mehrere Rollen modrigen Stoff, der nach einigen Tagen Dörrofen (unserem Balkon) und Waschmaschine absolut brauchbar ist (für irgendwann und wasauchimmer)), die aber nicht darüber hinweg täuschten, dass es dringlichere Projekte gibt.

Denn die gemütlichste Einrichtung taugt nix, wenn die Wohnbasis nicht passt = Wände/ Boden usw. sind abgenudelt/ schmuddelig.

Wir haben immer gehofft, dass dieser Kelch an uns vorübergeht, doch da in Berlin derzeit die meisten (inklusive wir) froh sind überhaupt irgendwo zu wohnen, habe ich mir letzte Woche Spachtel und einen ausgeborgten Dampfreiniger geschnappt und begonnen, die Tapetenschichten von Generationen abzuspachteln.

Es waren insgesamt vier Tapeten übereinander mit unschätzbar vielen Farbschichten, da kann auch der Dampfreiniger keine Wunder mehr vollbringen und wir haben bereits für den klitzekleinen Flur zwischen Hauptflur und Küche zwei Tage mit Tapetekratzen verbracht... Nicht gerade motivierend aber voraussehbar.
Irgendwer ist eben immer der Dumme und wer eine schöne Wohnung will muss leiden (oder Geld für Handwerker haben oder umziehen) ;)

Nach dem Abspachtelmarathon stagnierte die Renovierung gleich wieder, da uns erstens die halbe Decke entgegen gebröckelt kam und wir eine offene Leitung entdeckten. Nun ist erstmal unsere Hausverwaltung am Zug.
Der erstaunlich gelassene Angestellte zeigte sich sogar interessiert an unserem Flur- und Küchenfußboden (bröckeliges Irgendwas über eventuellen Dielen, was es unmöglich macht, selbst was Vernünftiges auszulegen (Laminat z.B.), und die ganzen Bruchstellen nach kurzer Zeit auch Auslegware verschleißen.

Ich hoffe sehr, kommende Woche wird hier einiges ohne unser Zutun abgehen!



So ging es los...







Klar, nach ca. 30 Jahren war sowas unter der Fassade eines Altbaus zu erwarten aber wenn man die Bilder sieht, wird einem doch anders...





Sonntag, 16. Juni 2013

Hier tut sich doch noch was! Und zwar in der Essecke.

Habe letzte Woche gleich zwei Glückstreffer bei den Kleinanzeigen gelandet.

Ich bin bekanntermaßen unter anderem auf der Suche nach Stapelstühlen.

Am liebsten wollte ich 3-4, doch bei diesen beiden Süßen konnte ich nicht widerstehen.



Sollte ich irgendwann vier andere finden, können die immer noch auf unserem Balkon weiter wohnen.
Ich hatte wieder Glück, dass meine schnelleren Vorinteressenten es nicht hinbekommen haben, die Stühle zum Termin abzuholen. Das hat sich bei den Kleinanzeigen schon oft als großer Vorteil erwiesen: zuverlässig sein, am besten Telefonnummer hinterlegen/ vorher telefonieren und schnellstmöglich abholen.

Am Tag des Abholtermins habe ich auch noch dieses Teil entdeckt und den Zuschlag bekommen.




Ursprünglich wollte ich eine kleine Tischlampe finden, da unsere Deckenleuchte nicht wirklich gut den Essbereich ausleuchtet. Diesen Hängebogen fand ich aber gleich ganz toll altmodisch und das weiße Metall passend zu den Stühlen. Ein echt hübsches Vintage Schätzchen!

Diesmal musste ich alles alleine mit BVG heim bringen und habe einige Kommentare und Lacher (vor allem in der U-bahn mit Stehlampe neben mir) abbekommen :).



Als neuen Lampenschirm wollte ich eigentlich unbedingt so etwas hinbekommen.
Ich habe tagelang probiert und gebastelt, doch bei solch einem großen Stück Papier funktioniert die (an sich leichte) Origamitechnik nicht mehr und ich musste alles abmessen und vorfalzen und es ist leider trotzdem ziemlich knittrig und unsauber geworden.


Heute auf dem Flohmarkt fanden wir zufällig eine IKEA Knappa Lampe für zweieurofünfzig und ich habe entschieden, diese vorerst zu nutzen und mir die original Lampe irgendwann einfach zu kaufen/ zu wünschen, bevor ich mich komplett zum Löffel mache mit der Zickzack-Falterei.

Die Knappaleuchte musste wenigstens nur auseinander genommen, geputzt und wieder zusammengebaut werden, ein vergleichsweise entspanntes Kinderspiel.


Den Lampenkopf kann man auch neigen.




Zwei neue Weizengläser für Colaweizen zur Einweihung der Esseckenerweiterung gab es auch auf dem Flohmarkt. Wie ihr seht, muss ich das mit dem Eingießen noch ein bisschen üben, ich bin eben Berliner ;)


An den Stühlen musste nullkommanix gemacht werden. Sie bekamen nur zwei einfache kleine Sitzkissen aus Stoffresten, die ich noch da hatte.


Stapeln funktioniert auch, check und Prost!








Freitag, 26. April 2013

Ich weiß, es ist recht beschaulich hier in diesem Blog. Trotzdem danke fürs Vorbeischauen :)

Man kann nun mal nicht täglich neue Möbel herankarren und / oder Umbauen (außer in meiner Phantasie). 

Und unser kleinster Mitbewohner hat momentan schon große Probleme damit, wenn wir mal aufräumen und putzen. Als wir letztens eine neue Waschmaschine bekommen haben, da die Alte bei jedem Schleudergang fast das Haus zum Einsturz gebracht hat, war das Kind schon am Rande der Verzweiflung, weil wir den Flur zur Küche freiräumen mussten, damit der Maschinenwechsel fließend statt finden kann.

Heute habe ich auch nur einen eher unspektakulären und vor allem unkreativen Beitrag für euch. 

Freitag scheint mein Kleinanzeigenglückstag zu sein. Eigentlich suche ich derzeit nach einem Regal für meine Nähecke aber meistens ergibt sich irgendwas anderes, wenn ich die Annoncen durchstöber.

Heute war es dieses "Küchenregal". 



Die Maße passten leider nicht für den geplanten Standort aber längerfristig war zufällig ;) auch ein Kinderzimmerregal für Spielsachen geplant, die bisher in "Gemüsestapelkisten" aus Holz stationiert waren. Diese erwiesen sich bisher als sehr praktisch, weil alles bequem zu erreichen war für den 90cm Zwerg. Aber sie platzen langsam aus allen Nähten.

Da meine Voranwärterin abgesprungen war, durften wir zum Abholen anrücken und das "Küchenregal" entpuppte sich (wie heimlich erhofft) als ein seltenes weißes Leksvik - Regal von IKEA. *strike*

Zustand tip top, bis auf winzige Schrammen, die bei einem Kinderzimmerregal wohl spätestens nach drei Wochen auch auf Neuware zu sehen wären. 

Ich finde es zwar seltsam (und ihr sicher langweilig) gar nichts daran zu verändern aber ich wüsste ehrlich gesagt nicht was.

Deswegen nur vorher/ nachher:


Samstag, 6. April 2013

Ikea-Hacking Sitzregal

Ich stöber total gerne bei den Ikea Hackers. Was manche Leute aus Möbeln zaubern, ist richtige Kunst.

Selber aktiv waren wir in der letzten Zeit eher weniger, zu viel anderes zu tun.

Aber ein Projekt kann ich euch doch zeigen.
Ich habe endlich meine TV-Bank, die auch bereits seit zwei Tagen ihr neues Leben als "Sitzregal" in meiner Arbeitsecke begonnen hat und bisher gute Dienste leistet. 
Und da sie als IKEA Benno zu uns kam, haben wir somit offiziell unseren ersten Ikeahack!

Fündig wurde ich nach wochenlanger Suche bei den Kleinanzeigen. Das Regal musste nämlich besondere Maße haben, um als Sitzbank an meinen Arbeitstisch zu passen. Die meisten Modelle waren zu hoch oder zu niedrig und hatten oft eine viel zu breite "Sitzfläche". 

Aber das hier war perfekt:

Da momentan der böse Technikgeist bei uns umgeht und zeitgleich Drucker, Waschmaschine und Wasserkocher ausgeschaltet hat und die Renovierungskasse somit auf Eis liegt, musste ich mit ausschließlich verfügbaren Materialresten auskommen, was für eher unentscheidungsfreudige Menschen wie mich (welche Farben? mit oder ohne Muster? usw. ) letztendlich sehr praktisch ist. Außerdem wird gleichzeitig Platz.

Die Materialsichtung bestimmte also folgendes Design/ Farbkombi:

- Reste dunkelroter Klebefolie: reichen geradeso (!) für die Seitenteile, Lackieren von künstlich furnierten Möbeln funktioniert ja leider nicht gut
- eine kleine Rolle gestreifter Klebefolie (k.A. wofür wir die ursprünglich mal gekauft hatten...) für den Zwischenboden
- graues uraltes Kunstleder, das meine Mutter kürzlich auf ihrem Dachboden gefunden hat und was (natürlich) bei mir im Stoffregal eingezogen ist

Ikeamöbel kann man idealerweise fast immer komplett auseinander nehmen, das hat das Bekleben und Betackern total einfach gemacht und nach etwa 2h war das Projekt schon fertig!


Die gestreifte Folie war ziemlich zickig aber warme Luft aus dem Föhn hat sie gefügiger gemacht.


Das Kunstleder ist zwar toll aber wirklich alt, mal sehen, wie lange es hält.
Vielleicht muss ich das in einigen Wochen nochmal anders beziehen.
Bei der Sitzfläche habe ich noch eine Schicht Volumenvlies unterlegt, damit es zumindest optisch ein bisschen gepolstert ist, ich sitze eigentlich gerne auf harten Stühlen/ Bänken beim Werkeln.



Fertig!
Die Farben von Tisch und Bank sind nicht exakt gleich aber das sieht man nur bei Blitzlicht


Ordentlich Stauraum unterm Hintern (kann ich immer gebrauchen).




Montag, 4. März 2013

DIY Puppenbett zum Zusammenstecken

Heute: Resteverwertung

Der Opa einer meiner Freunde handelte stets nach dem Motto: "aus den Schränken sollst du schenken". Finde ich super. Vor allem, wenn man so viel Kram hortet und aufhebt, wie wir.

Unser kleinster Mitbewohner ist derzeit oft allein erziehende Vollzeit Puppen- und Plüschtiermutti und ein Puppenbett darf da natürlich nicht fehlen.

Da man aber nie weiß, ob die Phase morgen vielleicht schon wieder vorbei ist für die nächsten Wochen und ein sperriges Bett dann wieder nur Platz frisst, wollte ich etwas zum Auseinandernehmen.

Und da Sonntag war, musste es DIY und alle Zutaten vorrätig sein.

Im Netz habe ich diese tolle Anleitung für ein Pappbett gefunden. Da ich erst kürzlich eine Tüte mit Sperrholzresten gefunden habe, ist unser Bett etwas aufwändiger geworden, dafür steht nun eine Tüte weniger in unseren Schränken rum. Und dass diese Tüte schon echt lange Platz weggenommen hat, sieht man an längst Pleite gegangener Supermarktkette ;).


Zusätzlich haben wir die genagelten Sperrholz-Rückwände von meinem Exschreibtisch-nun-Esstisch verwendet.

Dann hieß es fleißig die Laubsäge schwingen (und wenn man nicht so erfahren in Laubsägearbeiten ist wie mein tapferer Mitstreiter, nämlich ich, hinterher noch fleißiger das Schleifpapier).

Die schmalen Schlitze zum Zusammenstecken sollte man lieber zu eng als zu weit (sonst wackelt das Bett) aussägen und notfalls noch etwas schleifen, außerdem sollte man vorm Sägen genau nachprüfen, ob die Schlitze richtig angeordnet sind (mein letzter Bettpfosten war leider seitenverkehrt...)


Da die Holzreste unterschiedliche Farben hatten, habe ich dann noch gestrichen. Mit 8 (!) Jahre alten Lackresten. Das Zeug sah nicht mehr wirklich verwendbar aus und ich dachte schon, das war's mit dem Sonntagsprojekt aber mit reichlich Wasser hat er tatsächlich noch funktioniert, ich war schwer beeindruckt.



 Ganz schön gemütlich oder? Sowas würde man doch am liebsten gleich eine Nummer größer bauen!



Die bisherigen Palmenblattexerimente (flechten, zusammennähen) waren bisher leider erfolglos, die Dinger sind zwar noch schön grün aber bereits viel zu trocken. Meine Ideen beim Lesen einer Kleinanzeige gehen also nicht immer so auf, wie erhofft.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Es wird exotisch

Momentan sind wir beruflich ziemlich beschäftigt und es bleibt leider nicht so viel Zeit für Wohnungsverschönerungen.

Ich suche auch gerade sehr spezielle Sachen (Stapelstühle und ein kleines Sideboard beispielsweise) und da muss man geduldig sein, um etwas Brauchbares zu erwischen.

Letztes Wochenende entdeckte ich allerdings eine "zu verschenken" Kleinanzeige, wo ich nicht widerstehen konnte.


Ein riesiges (hat geradeso ins Auto gepasst) Päckchen Palmenzweige aus einem Palmenladen aus Berlin (so etwas gibt es, hat mich auch erstaunt :)), die nun uns gehören, da der erste Interessent abgesprungen ist. Ich habe ehrlich gesagt noch keine Ahnung, was man damit tolles machen könnte. Wir werden es als opulente Deko für ein Fotoshooting nutzen aber danach? Sommerparty im Februar? Balkonverkleidung? Ich weiß auch leider nicht, wie lange die halten werden.

Ich hatte eigentlich sowas geplant aber für jegliche Webereien sind die Zweige leider schon zu trocknen. Mal sehen, ob mir was einfällt (oder euch?), denn ich finde sie wunderschön.


Unser Gummibaum hat sich leider noch nicht so gut eingelebt. Am ersten Standpunkt hat er schon fünf Blätter verloren (wir gießen 1x pro Woche), nun ist er ins Kinderzimmer umgezogen (heller und nicht ständig beheizt). Hoffentlich kriegt er sich ein, dieser prachtvolle Kerl.


Liebe Grüße, bis demnächst!

Edit April 2013:
Mehr als Fotoshooting ist für die Palmen nun doch nicht rausgesprungen, aber ursprünglich war es auch vor allem dafür gedacht:
Kleid aus Palmen - Making of
Kleid aus Palmen 1
Kleid aus Palmen 2

Freitag, 8. Februar 2013

Quick'n Dirty - Projekt (sogar mal ohne Hilfe vom Mitstreiter!):

"Kopfteil" meiner ausrangierten Schneiderpüppi als Knauf für Einkaufsbeutel/ Taschen.

Schritt 1: Holzteil mit Blattgold überziehen
Schritt 2. Holzteil mit Heißkleber an den Schrank kleben
Schritt 3. Taschen ranhängen...

Das war die alte Püppi, außer dem Holzkopf landete alles beim BSR.


Vergoldet und an die Seite unseres Werkzeugschranks geklebt. Shabbylook deluxe ;)